Öffentlicher Wohnungsbau

 

Trotz der hohen Gestehungspreise ist die Attraktivität eines Eigenheims (Wohnung oder Haus) ungebrochen, so dass die Eigentumsquote (Selbstnutzer) in Luxemburg nahezu 70%  beträgt. Aber auch als Doppelverdiener verschulden sich viele Familien für ihren Traum vom Eigenheim ein Leben lang. Viele Geringverdiener und sozialschwache Menschen können sich diesen Traum nicht erfüllen und sind mit ihren Ressourcen auf günstige Mietwohnungen angewiesen. Aus der anhaltenden Nachfrage resultiert eine Verknappung bzw. ein hohes Preisniveau auf dem privaten Wohnungsmarkt, wodurch sich auch schlechter Wohnraum vermieten lässt und viele benachteiligte Familien auf engstem Raum leben müssen.

 

2013 leben auf dem luxemburgischen Territorium 537.039 Menschen. Aufgrund des rasanten Bevölkerungswachstums innerhalb der letzten 10 Jahren von mehr als 80.000 Personen ist die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt konstant hoch. So überrascht es nicht wenn der Fonds du logement auf seiner Warteliste 686 Familien im Jahresbericht 2012 verzeichnet.

Eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt soll durch staatliche Programme in den kommenden Jahren realisert werden. Bisher umfasst der öffentliche Wohnungsbau ca. 3% des gesamten Immobilienbestandes und wird in den nächsten Jahren progressiv ausgeweitet. Die beiden parastaatlichen Institutionen Societe nationale des habitations a bon marché  (Wohnungsbestand 2011: 167) und Fonds du logement (Wohnungsbestand 2012: 1703) sind -neben den kommunalen Anbietern von Sozialwohnungen- die maßgeblichen Akteure des öffentlichen Wohnungsbaus, die ergänzend zu ihren Mietwohnungen auch günstige Eigentumswohnungen und Reihenhäuser verkaufen. Zudem fördert der Staat in den kommenden Jahren mit einem Volumen von 491 Millionen Euro den Neubau von 8400  Wohnungen.  


 

Weitere Informationen:

www.fondsdulogement.lu

www.snhbm.lu

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